Im Biebricher Zoll-Speicher werden am Wochenende Kunstwerke ausgestellt, um Geld für den Protest gegen das geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue zu sammeln. Aussteller Christoph Wirges will „mit einer neuen Ausdrucksform des Widerstandes für Aufmerksamkeit zu sorgen“, sagt er der Frankfurter Runschau.
Die nordrhein-westfälische SPD steht im Wahlkampf für die Nutzung heimischer Kohle. Um den Kohlestrom „sauber“ zu halten, gehöre in Zukunft Carbon Caputure and Storage, kurz CCS, dazu. Mithilfe dieser Technologie will die SPD Nordrhein-Westfalen wieder zum führenden Energieland und Industriestandort machen, so Vizechef der SPD-Landtagsfraktion, Norbert Römer, in der Neuen Ruhr Zeitung.
Wegen hoher Umweltauflagen für das Kohlekraftwerk Moorburg will der Energiekonzern Vattenfall vor einem Weltbank-Schiedsgericht gegen Deutschland vorgehen. Es ist das erste Mal, dass Deutschland „beklagt“ wird – bislang war die Bundesregierung eher Schiedsrichter. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, würden die geforderten Nachrüstungen für das Kraftwerk rund 600 Millionen Euro kosten. Offizieller Grund für die Klage vor dem Internationalen Schiedszentrum für Investmentstreitigkeiten (ICSID): „Wir wollen Klarheit über die Bedingungen für den Bau erhalten“, sagt ein Vattenfall-Sprecher.
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