Die im Januar 2009 in Kraft getretene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zwingt die Betreiber von Biogasanlagen in die Knie. Betreiber von mehreren hundert Großanlagen sind davon betroffen. Das große Potenzial dieser Anlagen würde durch die Novelle eingeschränkt werden, wie das Handelsblatt berichtet. Die ehrgeizigen Ausbauziele für die erneuerbaren Energien wären stark gefährdet.
Die Novelle sieht vor, Kleinanlagen mit höheren Einspeisevergütungen zu bevorteilen. Große Anlagenparks können sich vor der Kürzung nicht retten, in dem sie sich in kleinere Einheiten aufteilen. Aus Sicht des Bundesumweltministeriums ist dies Umgehungstatbestand: Wer sein Großprojekt in mehrere Module aufteilt, um für jede einzelne Einheit höhere Vergütungen zu kassieren, handelt nach Überzeugung des Ministeriums rechtsmissbräuchlich. Die Kürzungen belaufen sich in einer Höhe von bis zu 45 Prozent. Eine Lösung dieses Problemes erhoffen sich die Betreiber von Großprojekten von einer Empfehlung, die die EEG-Clearingstelle am Freitag veröffentlichen will.
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Im südspanischen Andalusien ermöglicht das 50-Megawatt-Kraftwerk Andasol I rund um die Uhr Solarstrom. In solch einem solarthermischen Kraftwerk wird tagsüber anhand der Sonneneinstrahlung eine Flüssigkeit erhitzt, die Wasser in Dampf umwandelt. Dieser treibt einen Turbogenerator an, der Strom erzeugt. Andasol I und andere neuere Anlagen sind mit Speichern ausgestattet, die einen Teil der Wärme tagsüber aufnehmen und nachts oder bei bewölktem Himmel abgeben.
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Spam-Mails belasten die Umwelt. Laut einer Klimastudie, die der WELT online vorliegt, entspricht der Strom für das Übertragen, Sichten, Bearbeiten und Filtern von Spam-Mails der Menge, die 2,4 Millionen Haushalte im Jahr verbrauchen.
62 Billionen Spam-Mails sind 2008 verschickt worden. Dies sind umgerechnet 33 Milliarden Kilowattstunden Strom. Sie verursachen den gleichen Ausstoß an Treibhausgasen wie 3,1 Millionen Autos im Jahr. Das automatische Löschen von Spam-Mails spare der Studie zufolge 135 Milliarden Kilowattstunden Strom. Damit vermeiden Computernutzer weltweit einen CO2-Ausstoß, der dem von 13 Millionen Autos entspricht.
Die Studie wurde im Auftrag von dem Sicherheitsspezialisten McAfee von Klimaforschern des Beratungsinstituts ICF International erstellt. Untersucht wurde der Stromverbrauch in Australien, Brasilien, China, Deutschland, Großbritannien, Indien, Japan, Kanada, Mexiko, Spanien und in den USA.
Wladimir Putin, russischer Regierungschef, hat den Bau von 26 neuen Atomreaktoren bis 2030 angekündigt. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, solle damit der Atomstromanteil von derzeit 16 Prozent auf etwa ein Drittel steigen. Gleichzeitig stützt Moskau den staatlichen Rosatom-Konzern mit 50 Milliarden Rubel (1,13 Milliarden Euro). Von dieser Investition könnte Siemens profitieren – die beiden Unternehmen hatten sich kürzlich auf ein Gemeinschaftsunternehmen geeinigt.
US-Präsident Barack Obama will die von ihm angestrebten Wandel in der Klimapolitik noch in diesem Jahr gesetzlich verankern, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Er stehe zudem Verhandlungen über den Emissionshandel gegenüber offen. Obama prüfe derzeit eine Gesetzesinitiative der beiden Abgeordneten Edward Markey und Henry Waxman, die eine Verringerung des CO2-Ausstoßes bis 2020 um 20 Prozent fordern.
Energiesparmeister 2009 – Das beste Schulprojekt wird gesucht. Das ZDF, CO2-Online und das Bundesumweltministerium suchten auch 2009 wieder Deutschlands beste Schulprojekte und rufen nun zum Online-Wettkampf auf. Aus 150 Einsendungen wählte die Jury die zehn besten Projekte aus. Zwischen dem 15. und dem 27. April kann nun online über den besten Klimaschutz-Nachwuchs abgestimmt werden.